Albanien mit Hund

Albanien mit Hund war kein Problem. Besondere Einreisebestimmungen gibt es nicht. In Albanien hatten wir allerdings die erste Unschöne Begegnung mit einem Straßenhund. Anderseits wäre dies sicher auch vermeidbar gewesen. Wir waren an einem Strand in Albanien und gingen auf eine Hütte zu, die nach einer verlassenen Strandbar aussah. Aus dem Nichts kam ein Hund angeschossen um sein Revier zu verteidigen. Ich ging dazwischen und konnte eine Konfrontation mit lauter Stimme verhindern und Pfiff Senta zurück. Da Senta schon ein bisschen verpeilt ist hier und da, reagierte sie leider nicht so schnell, wie ich mir das gewünscht hätte und der Hund setzte zur zweiten Attacke an um seinen Bereich zu verteidigen. Dabei erwischte er sie und Senta hatte einen witzig Kleinen Kratzer an der Flanke.

Nichts Dramatisches. Wir haben schon schlimmeres zusammen durch. Aber eben vermeidbar. Da Senta gegen alles Bedenkliche geimpft ist und die Wunde sehr sehr klein war entschieden wir uns gegen einen Tierarztbesuch und rückten dem Ganzen mit der Hausapotheke zu Leibe. Jod-salbe, in der ersten Nacht ein Verband drum, da ein Pflaster nicht hielt und Ableckverbot. Das wir einige Tage später den Tierarzt dann doch brauchen würden, wussten wir nicht. Das hatte aber nichts mit der Wunde zu tun…

Ansonsten haben wir die Albaner als tierlieb, bis desinteressiert erlebt. Der Hund durfte fast überall mit. Albanien mit Hund ist auf Campingplätzen überhaupt kein Problem. Wir waren aber auch die ganze Zeit fast alleine (außer in Skodra und da herrschte auch Leinenpflicht auf dem Camping).

Die Strände und Buchten sind leider sehr zugemüllt. An besonders verschmutzten Plätzen wohnen gerne Straßenhunde, die diese auch verteidigen. Wir hatten darüber hinaus ein bisschen mit dem Dauerregen zu kämpfen. Senta ist eher ein „Schön-Wetter-Hund“. Bei Regen reichen daher kleine Pipirunden und sie möchte ins Trockene. Die Gewitter und Stürme im Auto zu erleben findet sie furchtbar. Ich baue ihr immer eine Höhle aus Decken, damit sie sich verstecken kann, aber mehr kann ich leider nicht für sie tun. Am nächsten Tag schläft sie viel, wenn sie in der Nacht kein Auge zugetan hat. Selten genug gewittert es aber die ganze Nacht. Zu dritt wird es bei andauerndem Regen nach einigen Tagen doch ganz schön eng in Don Busso. Wenn dann auch noch alles nass ist und man keine Tür auflassen kann (wir haben ja leider keine Fenster zum Lüften) wird es etwas kritisch.

Bisher kam zum Glück dann immer wieder gutes Wetter oder wir konnten dem Regen davonfahren. Für den Winter benötigen wir aber eine Bleibe, die uns etwas mehr vor dem Regen schützt. Wir werden im Dezember auf einer Farm in der Türkei sein und dort gegen Kost und Logis helfen und dafür ein festes Dach über dem Kopf haben.