Serbien

Serbien im Schnelldurchlauf

Am Freitag mussten wir uns dann allerdings wirklich losreißen, da wir ja am 19. In Podgoridsa, in Montenegro sein wollten um meine Freundin Miri abzuholen. Drei Tage hatten wir nun um durch Serbien nach Süden zu fahren. Die Ausreise aus Ungarn und die Einreise nach Serbien verliefen total unkompliziert. Wir mussten nicht mal die Dachbox öffnen und durften einfach weiterfahren. In Serbien suchten wir uns in der Nähe von Novi Sad eine Stelle im nahe gelegenen Nationalpark und verbrachten die erste Nacht dort. Am nächsten Morgen erwachten wir mit einem super Ausblick über die umliegenden Täler. Da wir in Ungarn keine Tankstelle mehr gefunden hatten, die unser Gas auffüllen wollte, hatten wir eine Tagesmission. Was im europäischen Raum wieder ein riesen Theater war, da man die Gaskartusche üblicherweise nicht an der Zapfsäule für Gas auffüllt, war hier kein Problem. So läuft das doch. Gleich die erste Tanke war ein Treffer. Gas auffüllen? Kein Problem. Keine fünf Minuten später war das Tagesziel erreicht und wir fuhren erleichtert und happy weiter. An der Donau legten wir einen kleinen Stop ein um einen Blick in die Karte zu werfen und die Tagesroute festzulegen. Wir standen keine drei Minuten, da kam der Besitzer des nächsten Hauses, samt seiner Dackelgang, die mit ordentlich Gekläff unterstrichen, wer hier der das sagen hat, auf uns zu. Ob er uns helfen könne? Ob wir in den Pool hüpfen möchten oder duschen? Ein frisch gezapftes Bier? Wie soll man da schon nein sagen? Wir nahmen die Einladung und die Tipps gerne an und erfreuten uns serbischer Gastfreundschaft par excellence, blieben natürlich zum Mittag, wurden verwöhnt und versorgt und hatten einen wundertollen Nachmittag. Nur Senta musste leider am Gartenzaun warten, da die drei Dackel keinen Zweifel daran ließen, dass ihre Gastfreundschaft ihre Grenzen hat.

Nach diesem schönen Erlebnis fuhren wir, auf Empfehlung unseres Gastgebers ganz beschwingt Richtung Zlatibor, einer Bergregion in der Nähe der bosnischen Grenze.

Dort angekommen checkten wir auf einem wirklich sehr gepflegten Campingplatz ein. Da wir nur auf der Durchreise waren machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg, die nächste Etappe zu meistern. Auf unserem Weg durch die Bergregion Serbiens kamen wir an einer natürlichen Steinbrücke vorbei. Ein beeindruckendes Naturgebilde. Wir hatten viel Spaß beim Klettern und Erkunden!

Die weitere Route führte uns entlang einer beeindruckenden Bergkulisse. Die Straßen waren super gut, steile Klippen und wilde Täler führten uns zu dem riesen Bergsee „Zlatarsko“. Genau richtig für einen Sprung ins kühle Nass und eine Abkühlung.

Gegen Abend zogen wir weiter. Der Grenzübergang war nach kurzem Stau auch schnell überwunden und schon waren wir in Montenegro! Für die erste Nacht steuerten wir den Nationalpark Biogradska Gora an und wurden am Berggipfel mit einem wunderschönen Ausblick auf den Gletschersee empfangen. Und was für ein Ausblick erst am nächsten Morgen. Wundertoll! Nach einer Runde um den See ging es allerdings schon weiter, Miri vom Flughafen einsammeln! Fast ein wenig schade, der Ort war so schön, ohne diese Verabredung wären wir sicher noch länger geblieben. Aber das Miri uns besuchen kommt ist natürlich der Knaller und zu dritt werden wir sicher noch weitere schöne Orte in Montenegro entdecken!

16.08.-19.08.2019

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