Montenegro

Montenegro- die Berge

Für den ersten Tag haben wir uns dann auch gleich ein Abenteuer ausgesucht: Rafting auf dem Tara Fluss. Vom Campingplatz aus wurden wir zur Tara Schlucht gefahren und mit unserem Bootskapitän bekannt gemacht. Goran- ein älterer Herr, der kein Wort englisch sprach, dafür aber mit einer Schnapsfahne die um 11 Uhr morgens ihres Gleichen sucht aufwarten konnte, sollte unser Boot sicher durch die Stromschnellen steuern! Na prima! Unsere Truppe war gut drauf und als wir das Boot bestiegen hatten und los gepaddelt waren, nahm die Stimmung erst richtig Fahrt auf. Goran erklärte uns in gebrochenem deutsch/englisch Mischmasch er sei der Michael Schumacher unter den Raftingbootführern und wir, ein Boot voller Deutscher, ließen uns natürlich nicht lumpen, dem alle Ehre zu machen und paddelten fleißig los. Der Fluss, der im Sommer nicht allzu viel Wasser führt, floss eher gemütlich als wild dahin, bestach aber durch sein unglaublich klares, in allen grün Schattierungen schimmerndes Wasser. Sogar ein Sprung von einer Steilklippe war Teil der Tour. Meine Güte war das kalt. Der Moment als ich ins Wasser eintauchte und froh war den Sprung gemeistert zu haben, wurde in Sekunden schnelle von der Erkenntnis überschattet, dass der Bergfluss wirklich nur 12 Grad „warm“ war und die Strömung es doch sehr erschwerte, entspannt wieder ans Ufer zu kommen. Als alle wieder an Bord waren ging es die letzten Minuten entspannt und durchgefroren (alle anderen Boote waren mit Neoprenanzügen ausgestattet, die hatte Goran für uns wohl irgendwie vergessen ^^) dem Ende der Tour entgegen. Zum Abschluss gab es dann noch ein warmes Essen und natürlich, wie könnte es anders sein, auch noch ein Schnäpschen mit unserem Bootskapitän zum Aufwärmen. Wir hatten unglaublich viel Spaß und kamen gelöst und gut gelaunt wieder am Camp an.

Der nächste Tag sollte unser Wandertag werden. Leider machte uns das Wetter einen gehörigen Strich durch die Rechnung und wir erwachten mit dicken Regenwolken, beim Frühstück ging es dann auch los und Sturm und Hagel tobten sich aus. Wir entschlossen unsere Wanderwütigkeit zu vertagen und verbrachten einen entspannten Tag am Bus. Da Martin Miri und mich in die Kunst des Skat Spielens eingeweiht hatte, ging die Zeit auch echt schnell rum.

Gegen Abend, das Wetter schien stabil, schnürten wir dann doch noch die Schuhe und zogen voller Tatendrang in den Wald. Wir entdeckten auf dieser kleinen Wandertour wilde Wälder und alte Wassermühlen und kamen im Anbruch der Dunkelheit am Crno Jezero, dem schwarzen See an. Mit einer tollen Abendstimmung wurden wir für unseren späten Tatendrang belohnt! Müde aber zufrieden von unserem kleinen Abenteuer steuerten wir zum Zeltplatz zurück.

Am nächsten Tag ging es leider schon wieder zurück, nicht ohne jedoch noch einmal bei der Tara Schlucht anzuhalten. Ziplining, sprich an einem dünnen Drahtseil in einem Gurt sitzend über die tiefste Schlucht Europas zu sausen, stand noch auf dem Programm. Wo kann man am besten seine Höhenangst überwinden als an einem Seil festgebunden in 180 Meter Höhe über einem Fluss? Das Gefühl war wirklich unbeschreiblich! Schön, aufregend, kribbelig, wahnsinnig. Ein tolles Erlebnis.

Die Tara Brücke

Am letzten Abend passierten wir dann noch die Grenze nach Kroatien und verbrachten noch eine schön entspannte Nacht am Meer in einer abseits gelegen Bucht, die daher auch nicht so überfüllt war. Leider mussten wir Miri dann auch schon wieder zum Flughafen bringen, die schöne Woche zu dritt war so schnell vergangen… Wir haben uns unglaublich über diesen Besuch gefreut und es war ein tolles Gefühl unser Leben mit einer Freundin teilen zu können! Vielen Dank Miri für deinen Besuch!

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