Griechenland

Griechenland- der Sonne hinterher

Hellas! Wir flüchteten vor dem Dauerregen und den Stürmen Albaniens weiter in den Süden. Nach Griechenland. Der Sonne entgegen. Und gleich am ersten Abend wurden wir mit einem tollen Sonnenuntergang belohnt. An einem Strandabschnitt in der Nähe von Patras fanden wir einen schönen Spot und genossen gleich noch mal ein Bad im Meer! Das Wasser hier war viel wärmer als in Albanien. Das ionische Meer scheint die Wärme länger zu speichern, oder mehr aufgeheizt sein, als das adriatische Meer. Genial! Wir können wieder baden!

Wir fuhren weiter über Korinth. Dort waren wir einkaufen, schlenderten am Hafen lang und erkletterten anschließend die Festung, die hoch über der Stadt auf dem Berg thront. Der Ausblick war atemberaubend. Bei bestem Wetter konnten wir in alle Himmelsrichtungen Meilenweit Blicken. Kein Wunder, das die Stadt so lange von hier oben regiert wurde. Herannahende Feinde waren früh zu erkennen und die Korinther kontrollierten lange Zeit den einzigen Landzugang zur Halbinsel Peleponnes. Die 6 km breite Ebene ist die einzige Verbindung zum Festland.

Nach der Besichtigung fuhren wir ca. 60 Km weiter an der Ost-Küste von Korinth Richtung Süden. Bei IOverländer hatten wir einen tollen Spot entdeckt. Genauer gesagt, haben wir den Spot auf der Seite der „Hippietrail“ Familie gesehen und, da wir auch nach einem schönen Strandabschnitt zum Campieren gesucht hatten, beschlossen auch dort hinzufahren.

Der Ort war und ist magisch. Mehr darüber findet ihr unter unserem neusten Secret Spot. Diese kleine Bucht weckte ins uns sofort das Robinson-Cruso-Gefühl. Wir parkten Don Busso unter einer alten Kiefer und sprangen während eines bilderbuch Sonnenuntergangs ins Meer.

Allerdings hatten wir keine Vorräte an Bord und eigentlich wollten wir uns auch noch ein wenig mehr von Peleponnes ansehen. In ein paar Tagen wollten Julie und Farsan, ein Holländisches Pärchen, das wir in Albanien kennengelernt hatten, auch vorbeikommen und wir wollten uns ein paar schöne Tage machen. Wir waren irgendwie verunsichert und unruhig. Der Ort war so schön und hatte so eine Anziehungskraft auf uns, das wir eigentlich gar nicht mehr weg wollten. Irgendwas in uns, ob der Entdeckergeist, oder doch die Angst etwas zu verpassen, ließ uns dann am nächsten Tag aber doch aufbrechen. Wir wollten noch einen oder zwei der anderen „Finger“ von Peleponnes erkunden und unsere Vorräte auffrischen, bevor wir dann zurückkommen würden.

Da wir Martins Papa Ende November in Athen treffen wollten, gab es wieder einen „Termin“.

Der erste Stopp sollte die Stadt Sparta sein. Das Wetter wurde leider auch wieder unfreundlicher und die Fahrt auf den Landstraßen zog sich ziemlich hin. Als wir endlich das antike Sparta, also die Ausgrabungsstätte gefunden hatten, machten sie vor unsere Nase die Tore zu. Etwas grummelig beschlossen wir erst mal mit Senta spazieren zu gehen. Wir liefen am Zaun des Ausgrabungsortes entlang, bis dieser plötzlich einfach endete. Man wurde quasi genötigt auf dem Gelände der Ausgrabungen weiter zu gehen. Gesagt getan. So hatten wir dann doch noch unseren Rundgang im alten Sparta und waren noch dazu völlig alleine dort.

Ob man sich Sparta anschauen muss? Nunja. Es liegen dort viele alte Steine, ja. So wie überall in Griechenland. Man muss leider sagen, dass alte Steine und antike Ruinen bei der dritten und vierten Besichtigung irgendwie etwas an Reitz verlieren. Natürlich ist es spannend, etwas über die Geschichte der Orte zu erfahren, aber die Ausgrabungsorte und Kultstätten bergen für mich nicht mehr eine so große Anziehungskraft. Jedes noch so kleine Dorf hat eine antike Sehenswürdigkeit und hinter jedem Hügel, auf jedem Berg, stehen und liegen über 2500-3000 Jahre alte Steine. Wirklich cool, aber man kann sie nicht alle mit der gleichen Begeisterung entdecken.

Nach der Tour ging es dann endlich ab zum Griechen! Wir gönnten uns ein leckeres griechisches Mahl und nicht mal der einsetzende Regen konnte unsere Laune trüben. Ganz Sparta befindet sich im Winterschlaf. In der Stadt ist kaum etwas los, Läden und Cafés haben geschlossen. Im Sommer herrscht sicher etwas mehr Trouble. Aber so besonders schön ist die Stadt bei Sonnenschein sicher auch nicht wirklich. Die Suche nach einem Stellplatz für die Nacht war relativ schwierig.  Am Ende fuhren wir im Dunkeln, zwischen Olivenbäumen mit tief hängenden Ästen, einen Schotterweg bis hinauf auf einen Berg zu, natürlich, einer alten Ruine.

Der Ausblick am Morgen über Sparta konnte sich allerdings sehen lassen!

09.11-12.11.2019

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