Ungarn

Budapest

Die Hauptstadt empfing uns selbst am späten Abend noch mit Backofen Temperaturen…Zum Glück war das Apartment schön kühl. Leider kam nach der „Anstrengung“ des Rittes meine Grippe wieder etwas zurück und ich fühlte mich noch immer schlapp und nicht auskuriert. Den Tag verbrachte ich mit Blog schreiben und abends traf ich mich noch mit Martin, der den ganzen Tag durch die Stadt gerollert war. Die Cityroller, die wir uns gegönnt haben, sind in der Stadt wirklich Gold wert. Man kommt so schnell und easy von A nach B und da auch die Hitze etwas nachgelassen hat,macht es richtig Spaß, die Stadt auf Rädern zu erkunden. Am Abend kehrten wir in das berühmte „Szimpla Kert“ ein. Eine von Budapests Ruinen Bars. In alten Fabrikgebäuden hat sich das hedonistische Stadtvolk eingenistet und diese Ruinen mit coolen Bars und Klubs zu neuem Leben erweckt. Hier herrschte ein reges Treiben und das Publikum war sehr international. Nicht unbedingt nur zur Freude der Anwohner, denn diese Bars sind mitten in den Wohnvierteln integriert… Uns hat es sehr gut gefallen, leider zieht es mich zur Zeit doch echt früh ins Bett und meine Kräfte reichen nicht besonders lang.

Wir haben gemerkt, dass zwei Nächte doch definitiv zu wenig sind für Budapest und damit Martin seine Sight seeing Tour vollenden kann, nehmen wir das Angebot zweier Locals an, die wir auf dem OZORA Festival kennen gelernt haben und die uns eingeladen haben bei sich zu übernachten.

Was für eine gute Entscheidung! Bori, unsere liebenswerte und zuckersüße Gastgeberin nahm uns super freundlich und entspannt bei sich auf. Sie teilte mit uns ihre Meinungen und Ansichten, was für uns natürlich immer sehr interessant ist und einen tiefes Einblick in Land und Leute verschafft. So ist zum Beispiel unsere Generation in Ungarn mit der dortigen politischen Obrigkeit und deren Politik nicht einverstanden. Bei den Wahlen hat die ländliche, offensichtlich unzufriedenere und nicht so weltoffene Bevölkerung einen Rechtsruck verursacht mit dem sich die jungen, toleranten und aufgeschlossenen Menschen in Ungarn (die größtenteils auch in Budapest zentriert leben) nicht identifizieren kann. Und was tuen sie jetzt? Sie verlassen das Land! Ungarn hat nun, dank seiner rechtsgerichteten Politik das Problem, dass seine jungen, talentierten und qualifizierten Einwohner abwandern und ihre Energie in Länder tragen, in denen sie sich eine bessere Zukunft vorstellen können. Eine Abwärtsspirale? Möglicherweise… Besonders, wenn sich kein starkes Gegengewicht zu der vorherrschenden Politik bildet und formiert. Unter den Leuten, die wir getroffen haben waren tatsächlich 2/3 die derzeit ihre Auswanderung in ein anderes Land planen, Bori, die mit ihrem Freund nach Kanada gehen wird, eingeschlossen. Das hat uns schon ziemlich nachdenklich gestimmt, gibt’s es doch in Deutschland ähnliche Tendenzen und auch wir haben unserer Heimat vorerst den Rücken gekehrt… Was sagt das aus über unsere politischen Systeme? Die Politik in Europa?

Neben den gesellschaftspolitischen Eindrücken war Budapest aber auch einfach nur schön! Ich habe mit Senta viel Zeit im City Park verbracht und Martin hat die Sehenswürdigkeiten abgeklappert- für mich ein super Deal.

Wir haben richtig coole, entspannte Bars und Locations (auch natürlich dank Bori!) gefunden, wie zum Beispiel das Viertel Wekerle Tap, das größte Gartenviertel Europas, unweit des Stadtcentrums, aber trotzdem unheimlich grün und entspannt, die Hundebar im Park, wo alle Hund efrei umherlaufen durften und ausgelassen zwischen den Tischen miteinander gespielt haben und noch vieles mehr… Wir hatten eine super Zeit in der Hauptstadt Ungarns! Danke an unsere tolle Gastgeberin für Alles!

12.08-16.08.2019

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