2019-10 Albanien

Auf Wiedersehen, Albanien

Der nächste Halt auf unserem Weg in den Süden lag in Himare. Zunächst führte eine wunderschöne Küstenstraße uns entlang der Klippen. Uns hat die Küstenstraße in Albanien noch besser gefallen, als die in Kroatien. Als wir einen Bergpass überquerten verschwanden wir auf einmal in einer Nebelwand. Wir konnten die Hand nicht mehr vor Augen sehen und fuhren im Schneckentempo die Straße entlang. Zu einer Seite der steile Abgrund. Kein tolles Gefühl, besonders ich habe in solchen Situationen echt Bammel und Höhenangst. Aber es ging alles gut, nach einer Weile Blindfahrt ging es merklich nach unten und wir konnten das Meer wiedererkennen. Da Martin ein bisschen arbeiten musste, entschlossen wir uns einen Campingplatz anzusteuern und den Regen dort abzuwarten.

Wir blieben zwei Tage auf dem „Campingplatz Moskato“, auch ein sehr süßer Platz, der von einem alten Pärchen geführt wird. Die beiden waren super lieb und derzeit fleißig mit der Olivenernte beschäftigt. Wir standen unter einem der vielen Olivenbäume mit Blick auf das aufgewühlte Meer und blieben zwei Tage. Nach getaner Arbeit gönnten wir uns mit dem CampingplatzWlan mal einen richtig gemütlichen Filmeabend und hockten im Van und ließen den Regen geschehen.

Nach dieser kurzen Verschnaufpause zogen wir durch. Einen Zwischenstopp legten wir noch auf einer Landzunge im Nationalpark Butrint ein, wo wir eine super abgelegene Strandbar fanden. Die Sonne war für einen Moment rausgekommen und das azurblaue Wasser lud zu einem spontanen Bad in den Wellen ein! Das weckte die Lebensgeister und die Lust auf Meer!

Leider war die Straße zum Parkplatz der Strandbar nach dem Regen ziemlich aufgeweicht und wir trauten dem Lehmboden nicht so richtig. Da wir keine große Lust auf Experimente hatten beschlossen wir, bis zum Fähranleger zu fahren und dort zu übernachten. Der Parkplatz vor der Fähre, welche Autos, Personen und die dortigen Straßenhunde regelmäßig über die ca. 80 m breite Meerenge bringt, war an diesem Abend recht ruhig. Trotzdem konnten wir einige Überfahrten mit dem abenteuerlichen Kahn beobachten. Also durch eine deutsche Sicherheitsprüfung wäre das Gefährt sicherlich nicht gekommen, soviel sei gesagt. Aber no risk, no fun! Am nächsten Morgen, wieder in strömendem Regen, vertrauten wir darauf, dass alles gut gehen würde und rollten mit Don Busso auf die schwimmende Plattform.

Nur noch wenige Kilometer trennten uns von Griechenland. Der winzige Grenzübergang war kaum besucht und plötzlich ging alles ganz schnell. Unsere Zeit in Albanien war zu Ende…

07.11-09.11.2019

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