2020-01 Türkei

Workaway in der Türkei Part II

Nachdem Gespräch mit dem Chef waren wir etwas ratlos….

Wir waren mehr als bereit unsere Arbeit zu leisten, aber wir hätten uns einfach ein paar klarere Anweisungen, oder wenn es diese eben nicht gab, dann auch die Freiheit zum Arbeiten mit den teilweise noch jungen Pferden, gewünscht.

Ich hätte gerne Zeit und Arbeit in die Pferde investiert, doch fast jedes Mal, wenn ich begann mit einem zu Arbeiten, funkte mir der Angestellte dazwischen und ich musste abbrechen. Oder er sagte von vornherein „maybe not“- einer seiner Lieblingssätze. Das war sehr frustrierend.

Es soll auch nicht falsch verstanden werden, Müslüm war stets sehr freundlich zu uns, er kochte mittags Essen und wir saßen zusammen am Tisch. Er lud uns sogar zu sich nach Hause ein, was wir auch gerne annahmen. Seine Frau, die in Deutschland geboren war, war super nett und später sollten die Beiden mich sogar für einige Tage bei sich aufnehmen.

Es war lediglich eine schwierige Kommunikation, da Müslüm kaum englisch sprach und der Chef kaum da war und wenn, wie gesagt auch nicht besonders zugänglich und sich gleich angegriffen fühlte. Beide waren trotzdem sehr sehr gastfreundlich, höflich und bemüht. Das hinterließ eine große Verwirrung bei uns.

Martin schmiedete ohnehin Pläne nach Hause zu fliegen und für einige Tage der Heimat einen Besuch abzustatten. Ich überlegte, ob ich die Zeit wirklich alleine auf der Ranch würde verbringen wollen, oder ob ich nicht lieber mit Senta einen Roadtrip wagen, und mit Sparsamkeit versuchen wollte, das Geld zusammen zu halten. Arbeiten in der Türkei, für Kost und Logis, das war der Plan um Geld zu sparen, aber was, wenn man sich nicht wohl fühlt?

Da ich auch bei Content.de ein wenig Geld dazu verdiene (siehe dazu meinen Beitrag: Geld verdienen auf Reisen), überlegte ich, ob es nicht sinnvoller wäre, die Zeit zum Schreiben zu nutzen und nicht den ganzen Tag auf Abruf im Stall zu sein und am Ende doch nichts sinnvolles zu tun.

 Alles hing ohnehin davon ab, ob wir Don Busso bald wieder aus der Werkstatt bekommen würden, oder nicht.

Unter der Woche gab es auch für die Pferde, die nicht aufs Paddock durften mal Freigang…Für meinen Geschmack leider immer noch zu wenig…

Die freien Tage verliefen gut. Das Wetter war schön und wir trafen uns mit zwei Holländerinnen, die vor uns auf der Ranch gewesen waren. Die beiden hatten uns, ob der Zustände, schon ein wenig vorgewarnt und da sie noch für einige Tage in Kemer blieben, trafen wir uns eines Abends noch in einer Bar. Senta ließen wir, wegen der Straßenhunde auf dem Weg in die Stadt, zu Hause, aber Lucky folgte uns bei Fuß und rannte mit dem größten Vergnügen am Fahrrad mit, bis zur nächsten Stadt. Vor der Kneipe wartete sie geduldig bis wir wieder den Heimweg antraten. Sie war wirklich ein toller Hund und ich vermisse sie immer noch ein bisschen. Aber Senta hätte sie im Bus nicht akzeptiert, sie besteht ohnehin sehr auf ihren Einzelhundtstauts.

Die süße Lucky war immer mit dabei…ein toller Hund!

Am nächsten Tag kam die Nachricht, dass wir Don Busso bald aus der Werkstatt abholen könnten. Damit fühlte ich mich wohler, wenn ich den Bus auf dem Hof hätte, könnte ich schließlich jederzeit fahren. Martin buchte also seine Flüge und die nächsten Tage vergingen schnell. Ich brachte ihn zum Flughafen und schwups, schon war ich alleine, mit Senta in der Türkei.

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